GFK – Die Philosophie

Worauf die Sprache des Lebens basiert

Welche Gedanken liegen der

Gewaltfreien Kommunikation zu grunde?

Nicht die Wahrheit:

Die Philosophie der Gewaltfreien Kommunikation soll nicht „die Wahrheit“ darstellen. 

GFK   bietet   aber   eine   Sichtweise   an,   die   es   einfach   leichter   und   wahrscheinlicher   macht,   dass   es   uns   mit   unserem   Leben   und   den   Beziehungen   gut   geht.

1. Gleichheit

Der erste Grundpfeiler der GFK beruht darauf, dass alle Menschen die gleichen überlebenswichtigen Grundbedürfnisse verbinden. Wenn diese unerfüllt sind, jeder Mensch anfängt zu leiden. Je nach dem um welches Bedürfnis es sich handelt, geht unser Leiden von Unwohlsein bis hin zu Krankheit oder sogar Tot

Alles was wir tun dient in irgend einer Form dazu diese Grundbedürfnisse zu erfüllen. Und unsere Gefühle zeigen, ob uns dies gerade gelingt oder nicht. Wenn vieles oder besonders wesentliches von dem was wir zum Überleben brauchen da ist, fühlen wir Freude und Glück. Sind unsere Bedürfnisse unerfüllt fühlen wir Kummer und Schmerz.

2. Beobachten

Der zweite Grundpfeiler ist, dass wir die eigentlichen Bedürfnisse nur dann sehen können wenn wir in der Lage sind wertfrei zu beobachten. Unser Denken welches in der Sprache zum Ausdruck kommt, urteilt und gibt allem was wir erleben sofort ein Etikett.  Das ist auch gut so. Wir müssen unsere Umwelt benennen und Situationen einschätzen. Wichtig für uns ist dabei,  zu wissen, dass diese Bewertung mehr mit mir selbst zu tun hat und alles andere ans Neutral ist.  

Wenn wir in der Begegnung mit anderen unsere persönliche Sicht als Tatsache bezeichnen ist die Chance sehr hoch Widerstand zu bekommen.  Wenn wir aber bei dem Bleiben was wirklich Neutral zu beobachten ist, ohne unsere persönlichen Bewertungen darauf zu kleben, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir Zustimmung bekommen. So bilden wir die Basis über was wir sprechen möchten ohne sich in Diskussionen zu verstricken. 

3. Geben

Der dritte Grundpfeiler beinhaltet, dass Menschen, deren Bedürfnisse erfüllt sind, die also sehr glücklich sind, von Natur aus eine hohe Bereitschaft haben anderen Menschen zu helfen. Dass glückliche Menschen einen natürlichen Impuls haben dieses Glück mit anderen zu teilen. Im Umkehrschluss heißt das, dass Menschen die durch ihr Verhalten anderen Leid zufügen dies nur dann tun wenn wichtige ihrer Grund-Bedürfnisse unerfüllt sind.

Einer der größten Trugschlüsse:

„Wenn andere nur dies oder jenes täten oder unterlassen würden, dann würde es mir viel besser gehen.“

Jeder ist im Innern Mensch

Auf diesen drei Grundpfeilern ruht das Fundament. Dies ist die innere Haltung, nach der es keine bösen oder schlechten Menschen gibt.

Es gibt nur solche deren grundlegende Bedürfnisse unerfüllt sind und die nicht gelernt haben auf eine andere Art und Weise für sich zu sorgen. Destruktive Verhaltensweisen sind unglückliche Strategien für sich zu sorgen, von Menschen die sich ihrer Bedürfnisse nicht bewusst sind und die nicht gelernt haben die Verantwortung für ihre Gefühlslage zu übernehmen.

So lernen wir jeder für sich selbst und seinen Inneren Raum die Verantwortung zu tragen. Begriffe wie Schuld verlieren ihre Bedeutung.

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